Der Mensch als Donut

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"Der Mensch als Donut" ist eine Theorie nach welcher in der Mitte der Persönlichkeitsstruktur des Menschen eine existentielle Leere vorherrscht. Wie bei dem beliebten Süßgebäck, dem Donut, welcher sich durch ein Loch in der Mitte definiert. Die Theorie gilt als eine der pufosophischen Grundlehren.

Theoretische Abgrenzung

Der Mensch als Nuss

Laut der weit verbreiteten "Der Mensch als Nuss"-Theorie, befindet sich im Inneren einer jeden Person ein Kern, eine Essenz, die die "Wahre Natur" des Menschen beschreibt. Darum befindet sich als eine zweite Instanz der Persönlichkeit eine Schale, welche die oberflächliche Erscheinung der Persönlichkeit beschreibt. Durch diese Schale interagiert der Mensch mit seiner Umwelt, er vermittelt sozusagen die Realität durch diesen Abstand, diese Maske. Auch die meisten anderen Menschen werden primär als diese Schale wahrgenommen, man kennt sie nicht "wirklich", sondern nur ihre oberflächliche, nicht ihre substantielle Seite. Ebenso erkennt sich der Mensch selbst in dieser 2-Ebenen Konstellation und trifft Aussagen wie "Eigentlich bin ich ja...", "man sieht es mir vielleicht nicht an, aber ich bin...". Dem einher geht die Idee der Selbstfindung als Identifikation mit dem Inneren Kern, mit dem "was ich wirklich bin".

Der Mensch als Donut

Anfang 2015 formulierte der deutsche Philosoph, Botaniker und Sprachwissenschaftler Florentin Will eine radikale Gegenposition zu dieser weit verbreiteten Ansicht. Er drehte das Persönlichkeitsbild um, definierte die Schale (in diesem Fall der Donutteig) als substantielles Wesen des Menschen und verneinte den Inneren Kern. Stattdessen befindet sich eine Leere, ein Loch, im Zentrum der Persönlichkeit und jede Suche nach einem "Inneren Kern" ist ein verzweifelter Versuch, dieses Vakuum zu füllen, der notwendigerweise scheitert. Parallel kann man den Weg der Selbstfindungen als Akzeptanz dieser Inneren Leere verstehen.' Damit löste der Universalgelehrte Will das jahrhundertealte Probleme um den Körper-Geist-Dualismus auf.